Philosophische Skitourenwoche mit der Hochschule Heiligenkreuz – SJM – Servi Jesu et Mariae

Philosophische Skitourenwoche mit der Hochschule Heiligenkreuz

Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit als Dozent für Moraltheologie an der Phil.-Theol. Hochschule Heiligenkreuz hat P. Markus Christoph SJM in den Semesterferien eine „Philosophische Skitourenwoche“ für die dortigen Studenten angeboten. Die Idee: Gemeinsam mehrere Tage auf einer Selbstversorgerhütte in den Bergen verbringen, vormittags auf Skitour gehen, nachmittags zur Hütte zurückkommen, am warmen Kachelofen gemeinsam philosophische Texte lesen, außerdem kochen, beten, die Heilige Messe feiern… Die Marienhütte hinter dem Schneeberg am Stuhleck, rund eine Stunde von Heiligenkreuz entfernt, war die perfekte Lokation für das Unternehmen: Einsam, einfach, urig. Vom Parkplatz nochmals eine Stunde mit den Skiern bergauf, dann war das Refugium erreicht. Mit zwei Holzöfen, einem Brunnen vor der Tür, einer tief verschneiten Solaranlage auf dem Dach (die folglich keinen Strom produzierte) und vielen Kerzen war man für alles bestens gerüstet. Gestartet wurde der Tag mit dem Stundengebet und der Heiligen Messe, dann ging es auf Skitour – jeden Tag auf einer anderen Route. Am späten Nachmittag traf man wieder auf der Hütte ein, wo man sich bei Kaffee und Tee in das Büchlein „Was heißt Philosophieren“ von Josef Pieper vertiefte. Philosophieren als Transzendieren der Arbeitswelt – was bedeutet das konkret für die heutige Zeit? In den engagierten Diskussionen wurde schnell klar, wie brandaktuell ein auf den ersten Blick „verstaubter“ philosophischer Text sein kann. Und wie bereichernd es ist, sich auch außerhalb des akademischen Rahmens über die großen Fragen des Menscheins auszutauschen – inspiriert nicht zuletzt durch die wunderbare Bergwelt, die ihr stilles Zeugnis von der Größe und Schönheit ihres Schöpfers im Winter besonders beredt gibt.

Die Zeit verging viel zu schnell. Am Freitag stand der Abstieg zum Auto an, obwohl es über Nacht pulvrigen Neuschnee gegeben hatte. Aber auch darin besteht eine philosophische Einsicht: Das Glück auf dieser Welt ist nie vollkommen.