Ermutigung von höchster Stelle: Rom schließt unseren Reflexionsprozess
Eine fast vierjährige Phase des Innehaltens und der Erneuerung geht zu Ende
Seit Herbst 2022 haben wir uns intensiv mit der Gründungsgeschichte unserer Gemeinschaft, mit internen Abläufen und unserem Selbstverständnis beschäftigt. Auf unserer Homepage wurde regelmäßig darüber berichtet. Das SJM-Generalkapitel im Juni 2026 hat die Ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit formell in Kraft gesetzt; im Anschluss gingen alle Unterlagen nach Rom. Zeitgleich hat Altabt Raimund, der den Reflexionsprozess als Apostolischer Assistent begleitet hat, seinen Abschlussbericht dem Heiligen Stuhl vorgelegt.
Als Antwort darauf hat nun das zuständige römische Dikasterium den Reflexionsprozess als beendet erklärt und uns informiert, dass „der offizielle, vom Heiligen Stuhl durch den Apostolischen Assistenten, Abt em. Raimund Schreier O.Praem begleitete Prozess hiermit abgeschlossen wird.“
Das Schreiben ermutigt uns, den in den vergangenen Jahren beschrittenen Weg fortzusetzen. Besonders erwähnt werden die Förderung „einer offenen Kultur des gegenseitigen Feedbacks“, getragen von „einer transparenten und klar strukturierten Kommunikation“, das Bemühen um „gute Beziehungen zu den jeweiligen Ortsbischöfen“, die „Weiterentwicklung einer missionarischen Pastoral“, die auch „den Dialog mit jenen sucht, die sich externen Gruppen außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft angeschlossen haben“, die „Stärkung der Teamarbeit“ in unseren Apostolaten etc. Abschließend heißt es:
„Wir danken dem bisherigen Generaloberen, P. Paul Schindele SJM, seinem Rat sowie der gesamten Gemeinschaft herzlich für den mutigen und gelungenen Weg der Reflexion und Erneuerung. (…) Der neu gewählten Generalleitung, allen Mitgliedern Ihres Instituts sowie den angeschlossenen Apostolatswerken erbitten wir auf die Fürsprache der Unbefleckten Empfängnis der seligen Jungfrau Maria Gottes reichen Segen.“
Für die ermutigenden Segenswünsche von höchster Stelle und die richtungsgebenden Abschlusshinweise sind wir dankbar, genauso wie für die kontinuierliche Begleitung unserer Überlegungen in den vergangenen Jahren durch das Dikasterium und unseren Apostolischen Assistenten Abt Raimund. Vergelts Gott!
Wie haben wir als SJM die vergangen vier Jahre erlebt?
Die Zeit und Mühe, die in die eigene Standortbestimmung investiert wurden, haben sich gelohnt. Im intensiven gemeinsamen Austausch haben wir uns neu bewusst gemacht, was unsere zentralen Anliegen als SJM sind: als Gemeinschaft, in der Seelsorge, im persönlichen Leben eines jeden Einzelnen. Was läuft bereits gut, und wo gibt es Themen, die auch zukünftig unsere besondere Aufmerksamkeit brauchen. Dabei ging und geht es vor allem um folgende Bereiche: Wie sehen wir uns selber, als Gemeinschaft und als einzelne SJMler? Aus welchen geistlichen Kraftquellen leben wir? Für wen wollen wir in unserer Arbeit besonders da sein, und auf welche Weise? Wie gestalten wir unser pastorales Wirken, und dabei besonders den Umgang mit Autorität? Und last but not least, wie stellen wir sicher, dass sich die Gemeinschaft auch zukünftig gut weiterentwickelt?
Mit den folgenden Bildern und Kurztexten fassen wir als Ergebnis unseres Reflexionsprozesses zusammen, wie wir uns heute als SJM sehen, wofür wir stehen, und in welche Richtung wir weitergehen wollen.